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Fünf häufige Fehler bei der Lasergravur und wie sie sich vermeiden lassen

Mit diesen nützlichen Tipps verbessern Sie Ihre Lasergravuren.

Holzbrett mit der Gravur „Avoiding Engraving Mistakes“

Ganz gleich, ob Sie als Ingenieur über reichlich Erfahrung verfügen oder noch Anfänger sind, das Erlernen der richtigen Verwendung von Designtools benötigt Zeit.

Bei Fehlern fragen sich Designer häufig, was sie falsch gemacht haben bzw. was sie besser machen können. Das ist in allen Bereichen so. Die Lasergravur stellt hier keine Ausnahme dar.

Die Vermeidung wiederkehrender Fehler ist schon die halbe Miete. Beschäftigen wir uns daher mit fünf der häufigsten Fehler bei der Lasergravur und wie sich diese bei künftigen Projekten vermeiden lassen.

Fehler 1: Der Laser brennt beim Gravieren durch das Material

Wenn Sie vermeiden möchten, dass beim Lasergravieren bzw. -schneiden Materialien durchbrennen, sollten Sie sich zunächst darüber informieren, welche Materialien bei welchen Temperaturen für die jeweilige Bearbeitung geeignet sind. Robustere Materialien wie Denim, Leinwand und Leder halten bei der Gravur auch höheren Leistungseinstellungen stand. Bei feinen Materialien ist es jedoch wichtig, mit einer hohen Geschwindigkeit (bis zu 100 %) und niedriger Leistung (zwischen 5 und 10 %) zu beginnen. Testen Sie diese Anfangseinstellungen an Materialresten und erhöhen Sie ggf. die Leistung schrittweise, bis Sie das gewünschte Ergebnis erzielen.

Bei der direkten Gravur auf Stoff sollten Sie die DPI-Einstellung verringern. Je höher die DPI-Einstellung, desto mehr Material wird entfernt. Die Gravur bei niedrigeren DPI-Einstellungen stellt sicher, dass der Laser nur die oberste Schicht verdampft, ohne das Material vollständig zu durchdringen. Für die meisten Materialien sind Auflösungen von 150 bis 300 dpi völlig ausreichend.

Nahaufnahme der Gravur von Fleece

Fehler 2: Bei der Gravur von Acryl entsteht kein Milchglaseffekt

Die häufigste Ursache hierfür ist die Verwendung ungeeigneten Acryls. Bei der Lasergravur kommen in der Regel zwei Arten von Acryl zur Anwendung, die sich jeweils für unterschiedliche Zwecke eignen.

Gegossene Scheiben und andere Gegenstände aus Acryl bestehen aus in Formen gegossenem Acryl. Diese Art Acryl eignet sich ideal für die Gravur, da hierbei ein Milchglaseffekt entsteht, wie dieser für Auszeichnungen und Schilder gewünscht ist. Außerdem lässt sich dieses Material ohne Anzeichen von Verbrennungen an den Kanten mit einem Laser schneiden.

Die zweite Art von Acryl, die bei der Lasergravur zur Anwendung kommt, wird als extrudiertes Acryl bezeichnet und wird maschinell zu Platten verarbeitet. Extrudiertes Acryl ist im Allgemeinen günstiger als gegossenes Acryl, da es in hohen Stückzahlen hergestellt wird. Es verhält sich bei der Bearbeitung mit dem Lasergravurgerät allerdings anders als gegossenes Acryl. Extrudiertes Acryl erhält beim Schneiden saubere, glatte und flammenpolierte Schnittkanten. Anstelle des typischen Milchglaseffekts entstehen bei der Gravur klare und transparente Oberflächen. Für Gravuren mit weißem und mattem Finish sollten Sie also stets gegossenes Acryl verwenden.

Lasergravierte Acryltafel

Fehler 3: Ungleichmäßige Gravur auf Glas

Bei der Bearbeitung von Glas dringt der Laser häufig nur leicht in die Oberfläche ein und entfernt nicht genug Material für eine vollständige Gravur mit ausreichender Tiefe. Dabei entsteht ein mattes Finish, doch je nach der verwendeten Art von Glas kann die Oberfläche rau sein und absplittern. Der matte Milchglaseffekt ist erwünscht – eine raue, absplitternde Oberfläche sollte jedoch vermieden werden.

Probieren Sie einen oder mehrere der folgenden Tipps aus, um eine glatte Oberfläche mit Milchglaseffekt zu erzielen:

  • Mit einer niedrigeren Auflösung von ungefähr 300 dpi erhalten Sie auf Glas bessere Ergebnisse, da die Gravurpunkte einzeln angeordnet sind.
  • Legen Sie die Schwarzwerte Ihrer Grafik auf 80 % fest.
  • Stellen Sie an Ihrem Lasergravierer das Dithering-Muster „Jarvis“ ein (dieses Dithering-Muster finden Sie im Druckertreiber von Epilog), um ein glatteres Finish zu erhalten.
  • Ein dünnes, angefeuchtetes Stück Zeitungspapier oder ein Papierhandtuch auf dem Gravurbereich hilft, die entstehende Hitze abzuführen und trägt so zur Qualität der Gravur bei. Achten Sie dabei darauf, dass das Papier glatt und knitterfrei aufliegt.
  • Eine andere Möglichkeit, mit der Sie das Abführen der Hitze unterstützen können, besteht darin, mit den Fingern oder einem Papiertuch einen dünnen Film aus flüssigem Geschirrspülmittel auf den Gravurbereich aufzutragen.
  • Falls nach der Gravur dennoch Glassplitter auf der Oberfläche haften, können Sie den Gravurbereich mit einem weichen Reinigungslappen polieren.
Zwei lasergravierte Gläser

Fehler 4: Beim Gravieren von Holz entstehen mit derselben Einstellungen unterschiedliche Ergebnisse

Holz ist eines der Materialien, die sich am besten mit einem Laser bearbeiten lassen. Es lässt sich nicht nur einfach schneiden, sondern eignet sich auch sehr gut für Gravuren.

Unterschiedliche Arten von Holz führen bei der Lasergravur allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen. Auf leichtem Holz wie etwa Kirschbaum- oder Ahornholz entstehen schöne Kontraste, wenn der Laser durch die Holzoberfläche brennt. Zum Schneiden oder Gravieren von Hölzern mit einer höheren Dichte ist eine höhere Laserleistung erforderlich.

Die unterschiedlichen Holzarten können sich in ihrer Faserdichte stark voneinander unterschieden. Kirschbaum-, Erlen-, Walnuss- und Ahornholz verfügen über eine Maserung mit eher feiner Struktur, während Eichenholz eine mittlere bis starke Maserung aufweist. Ein in ein Stück Kirschbaumholz graviertes Quadrat würde beispielsweise eine sehr gleichmäßige Oberfläche mit wenig Unebenheiten aufweisen. Dasselbe Quadrat würde in ein Stück Eichenholz graviert ein unregelmäßiges Erscheinungsbild mit größeren Unebenheiten erhalten.

Hier sind einige Tipps für die Holzgravur:

  • Ahorn- und Erlenholz sind besonders beliebte Holzarten für die Gravur. Mit ihnen lassen sich satte Kontraste erzielen.
  • Beim Gravieren von unbehandeltem Holz entstehen Rauch und Rückstände, die sich in der Holzmaserung absetzen können. Um diesen Effekt zu vermindern, gravieren Sie stets von unten nach oben (Gravurfunktion „bottom up“). So zieht der Rauch weg vom Gravurbereich.
  • Beim Gravieren von gebeiztem Holz können Sie Rauch und Rückstände nach der Gravur leicht mit einem feuchten Tuch abwischen.
Zigarrenkiste aus Holz mit Lasergravur

Fehler 5: Die Geschwindigkeit des Lasergravierers lässt nach

Reinigen Sie das Gerät. Genau wie andere Designgeräte muss ein Lasergerät regelmäßig gereinigt und gewartet werden, um damit gute Arbeitsergebnisse erzielen zu können. Informationen zur Wartung finden Sie im Benutzerhandbuch des Lasers. Bei einem plötzlichen Leistungsabfall sollten Sie zum Beheben des Problems zunächst die Optik überprüfen und reinigen.

Es empfiehlt sich, die Optik des Lasers (Linsen und Spiegel) wöchentlich zu überprüfen und je nach Bedarf zu reinigen. Wenn Sie oft Materialien wie Holz oder Acryl schneiden, bei deren Bearbeitung große Mengen Rückstände entstehen, müssen Sie die Optik Ihres Geräts möglicherweise häufiger reinigen. Die Optik verfügt normalerweise über eine goldene, stark glänzende Oberfläche. Wenn die Optik stumpf aussieht oder Schlieren und Rückstände aufweist, sollte sie gereinigt werden.

Das Innere eines Lasergeräts von Epilog

Fazit

Die oben aufgelisteten Fehler unterlaufen vielen Makern und Designern bei der Arbeit mit Lasergravurgeräten – besonders dann, wenn sie mit der Ausrüstung noch nicht vertraut sind. Doch mit den richtigen Maßnahmen lassen sie sich leicht vermeiden bzw. beheben.

Wir unterstützen Designer und Maker bei jedem einzelnen Schritt, von der Auswahl des richtigen Lasergravieres und geeigneter Materialien bis zur Behebung und Vermeidung üblicher Fehler. Dazu bieten wir in unserer Knowledge Base Artikel und praktische Unterstützung für alle Bereiche.

Wenn Sie mehr über unsere Lasergravurgeräte erfahren möchten, wenden Sie sich an uns und vereinbaren Sie mit einem Vertriebspartner in Ihrer Nähe eine Demonstration.



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